Oslo Insider Tipps

Früher oder später kommt fast jeder, der nach Norwegen kommt, auch mal in die Hauptstadt Oslo. Egal ob man nur kurz dort verweilt oder sich Zeit nimmt um die Stadt zu erkunden, so ist sie in jedem Fall ein lohnendes Ziel. Ein teures jedoch auch und so stellt sich mancher die Frage, wie er viel Oslo erleben kann ohne die Reisekasse all zu stark zu belasten. Des weiteren ist die Frage, was sollte man gesehen haben um wirklich Oslo zu sehen und nicht nur die allgemein bekannten Touristen-Ziele. Dass man Schloss, Holmenkollen, Karl Johannsgate, Storting, Rathaus, Akerbrygge, Vigelandspark und Akershus Festung gesehen haben sollte, steht ja in jedem Reiseführer. Jedoch hat die Stadt noch so viel mehr Interessantes zu bieten.
Dewhalb hier ein paar Insider Tipps, die vielleicht beim nächsten Aufenthalt in Norwegens Hauptstadt nützlich und interessant sein können.
Weiter unten auf dieser Seite findet ihr auch eine Linkliste mit einer Vielzahl von wichtigen und interessanten Oslolinks, die sicher beim Besuch dieser Stadt hilfreich sein können!
Bank
Geld bekommt man ja problemlos an allen Geldautomaten, die als Minibank ausgeschildert und überall zu finden sind. Geld wechseln kann man an Automaten bei vielen Banken im Stadtzentrum, am Bahnhof und am Airport. Jedoch habe ich schon oft erlebt, das Touristen Schwierigkeiten hatten mit ihrer deutschen Visakarte aus dem Geldautomat Bares zu bekommen. Diese Problematik entsteht deswegen, weil die deutschen Karten nicht dem in Norwegen üblichen Bank Axept System angeschlossen sind. So kann es passieren, dass man im Restaurant problemlos mit der Karte zahlen kann aber am Geldautomat scheitert. Jedoch finden sich am Bahnhof und am Airport jeweils Filialen der Nordea Bank die an Wochentagen bis 22 Uhr und am Samstag und Sonntag bis 20 Uhr geöffnet haben. So hat man, auch wenn der Automat mal nicht weiter helfen kann, eine Anlaufstelle auch am Abend und an Wochenenden.

Trafikkanten
Direkt vor dem Bahnhof liegt der Trafikkanten, das Infozentrum für den öffentlichen Nahverkehr und es lohnt sich, dieses auch in Anspruch zu nehmen. Sehr oft erlebe ich hier hilflose Touristen die meinen es reicht, wenn sie einem Busfahrer ihre Fragen stellen, was jedoch ein Trugschluss ist. In den meisten Fällen können die Busfahrer nicht die gewünschten Auskünfte geben. Deswegen lohnt sich ein Abstecher zum Trafikkanten, wo man eigentlich alle Infos zum öffentlichen Nahverkehr erhält. Wer genau weiß, wohin er will (also die Haltestelle mit Namen kennt) und nur nicht weiß, wie er da hin kommt und wann die Busse und Bahnen zum gewünschten Ziel fahren, sollte ebenfalls zum Trafikkanten gehen. Jedoch muss man sich dann nicht in die meistens recht lange Warteschlage stellen. Direkt rechts im Eingagsbereich ist ein Computer-Terminal von dem aus man die Internet Seiten von Trafikkanten, Stor Oslo Lokaltrafikk(SL) und NSB kostenlos ansurfen kann.

Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel
Gleich noch ein Punkt zum Thema Nahverkehr. Am teuersten fährt man mit Einzelfahrscheinen die man direkt beim Busfahrer kauft. Gleich 10 Kronen billiger ist es, wenn man seinen Fahrschein am Automat, beim Trafikkanten oder einem der zahlreichen Narvesen Kioske kauft. Noch billiger wird es, wenn man sich eine Flexikort kauft oder evtl. eine 7-Tages-Karte. Wenn man den Oslo Pass hat, erübrigt sich die Fahrschein Frage, weil man damit alle öffentlichen Verkehrsmittel im Raum Oslo benutzen kann.

Oslo Pass
Der Oslo Pass ist manchmal bei einigen Hotels in der Buchung schon mit drin und ist in jedem Fall eine empfehlenswerte Sache. Nicht nur, dass man damit kostenlos im Stadtgebiet parken kann, man kann auch kostenlos den gesamten öffentlichen Nahverkehr nutzen. Des weiteren hat man mit dem Oslo Pass die Möglichkeit viele Museen der Stadt ohne extra Eintritt zu besuchen. Darüber hinaus bekommt man mit dem Oslo Pass eine Ermäßigung bei Stadtrundfahrten und Fjordrundfahrten, verbilligten Eintritt ins "Henie Ohnstad Kunstsenter" und Rabatt auf Eintrittskarten in den Freizeitpark "Tusenfryd". Im Winter verschafft einen der Oslo Pass einen Preisnachlass auf den Schlittschuhverleih bei der Eisbahn im Stadtzentrum und ganzjährig Rabatt im Lokal "T.G.I. Friday's" auf der Karl Johans Gate.
Den Oslo Pass erhält man im Trafikanten, den meisten Osloer Hotels und bei der Touristinformation. Es gibt den Oslo Pass wahlweise für einen oder mehre Tage, nähere Infos und Preise siehe hier: externer LinkVisitOSLO.com - Oslo Pass

Norweger-Pullis
Was bringt man den Lieben zuhause oder sich selber als Andenken mit? Das ist immer wieder die große Frage. Wenn es was landestypisches sein soll, liegt der klassische Norweger-Pullover recht nahe. Der Porsche unter den Pullis ist die Marke Dale, wo die Preise von 1800 bis 3500 Kronen reichen. Wunderschöne, qualitativ sehr hochwertige Strickwaren zu entsprechenden Preisen. Jedoch kann man auch hier mit etwas Glück ein Schnäppchen machen. Die Tax Free Shops auf den Color Line Fähren haben oft Dale Pullover im Angebot und auch der große Touri Shop am Holmenkollen hat regelmäßig Dale Pullover zu herabgesetzten Preisen.
Eine große Auswahl findet man auch in den Läden "Heimen" und "Husfliden". Beide Geschäfte haben ein sehr breites Sortiment mit norwegischen Kunsthandwerk und Norweger Pullis, jedoch sind beide Läden alles andere als billig.
Weitere gut sortierte Anlaufstellen für Norwegische Strickwaren im mittleren und oberen Preissegment sind der "Oslo Sweater Shop" und das "Glassmagasinet".
Auf der Karl Johanns Gate im untern Bereich in der Nähe zum Bahnhof werden an Stassenständen ebenfalls Norwegerpullis angeboten, die nur um die 200 Kronen kosten. Davon sollte man allerdings lieber die Finger lassen, denn das sind meistens Polyester-Pullis aus Fernost die schon nach der ersten Wäsche hinüber sind. Doch es gibt auch noch eine Alternative. Das Geschäft "Leather Man" auf der Karl Johanns Gate hat schöne Norweger Pullis aus echter Wolle die auch von der Verarbeitung wirklich gut sind und preislich zwischen 400 und 700 Kronen liegen.

Kunsthandwerk
Es gibt ein breites Spektrum an kunsthandwerklichen Produkten aus Norwegen. Neben wirklich schönen und hochwertigen Dingen gibt es natürlich wie überall auch eine Menge Kitsch in den Souvenier-Läden. Wer hochwertige Ware haben will oder sich allgemein informieren will über das, was es so alles gibt, sollte in den Geschäften "Heimen" und "Husfliden" vorbeischauen. Beide sind jedoch nicht gerade billig und haben so gut wie nie Sonderangebote. Interessanter, wenn auch immer noch alles andere als billig, ist das "Glasmagasinet", ein schönes Kaufhaus was an sich selber schon sehenswert ist. Dort gibt unter anderem ein breites Sortiment an norwegischen Kunsthandwerk-Produkten. Wenn man den Oslo Pass sein eigen nennt lohnt sich für solche Einkäufe ein Besuch im Souvenir Geschäft William Schmidt, in welchem man mit dem Oslo Pass Rabatt bekommt.
Des weiteren sollte man bei solchen Einkäufen immer daran denken, sich die Sachen versiegelt einpacken zu lassen um die Möglichkeit des Tax Free zu nutzen, da man dann man am Zoll gegen Vorlage der versiegelten Ware und Kassenbon die Mehrwertsteuer zurück bekommt.

Einkaufen (Supermarkt)
Beim Einkaufen im Supermarkt gibt es recht große Preisunterschiede. Es lohnt sich, auf Angebote zu achten! Am günstigsten kauft man in den Geschäften Rema, Kiwi und Rimi ein. Teurer, jedoch mit sehr großem Warensortiment zur Auswahl, kauft man bei Meny und Ultra ein.
Die Supermärkte haben recht lange Öffnungszeiten, so dass man normalerweise bis abends 21 Uhr problemlos einkaufen kann. Wenn man in die Situation kommt, dass man sonntags dringend was aus dem Supermarkt braucht, so ist auch das kein Problem. Auf dem Bogstadveien gibt es einen Rimi Supermarkt der auch sonntags geöffnet hat. Des weiteren findet sich auf dem Kirkeveien ein Bunnpris Supermarkt der ebenfalls sonntags geöffnet hat.
Noch ein kleiner Tipp am Rande: Lebensmittel aus Norwegen sind nicht nur ein preiswertes, sondern auch schmackhaftes Mitbringsel aus dem Urlaub!!!

Einkaufen allgemein
Nicht alles in Norwegen ist unbedingt teuer. Gerade im Bereich Kleidung kann man hier recht gute und günstige Angebote finden. Es lohnt sich, auch hierbei auf Sonderangebote zu achten. Die meisten Geschäfte im Bereich Kleidung sind Ladenketten, die oft gleich mehrere Filialen im Stadtgebiet haben. So kann man wahlweise auf den Einkaufsmeilen Karl Johanns Gate oder Bogstadveien bummeln oder bei schlechtem Wetter die Shopping Tour in eins der vielen Einkaufszentren verlegen.
Wer es etwas individueller mag sollte seinen Bummel in den Stadtteil Grünerløkka verlegen, in dem es viele kleine und interessante Geschäfte gibt.
Wenn man bestimmte Produkte aus dem Sport und Outdoor-Bereich sucht, kann sich ein Besuch in den Spezialgeschäften als äußerst lohnenswert erweisen.

CD's
Immer wieder beliebt und begehrt ist Musik aus Norwegen. Interpreten gibt es viele, und viele davon sind wirklich sehr gut und empfehlenswert. Nicht nur, dass eine CD mit norwegischer Musik ein schönes Urlaubsandenken ist, es ist auch ein nettes Mitbringsel.
Die Preisunterschiede bei den einzelnen Geschäften sind teilweise enorm, so das sich es lohnt, die Preise zu vergleichen. Am günstigsten kauft man CD's in den Geschäften "Platekompaniet" und "Free Record Shop". Beide Geschäfte haben gleich mehrere Filialen in Oslo und eine gute Auswahl. Darüber hinaus haben die Platekompaniet am Nationaltheater und am Bogstadveien täglich bis 23.00 Uhr und auch sonntags geöffnet. Bei Free Record ist es das Geschäft am Egertorget auf der Karl Johans Gate, welches ebensolche Öffnungszeiten hat.

Bücher
Die wohl beste Auswahl an Büchern findet man in der großen Tanum Buchhandlung auf der Karl Johanns Gate und in der Norli Buchhandlung in der Universitätsgata (Querstrasse die von der Karl Johanns Gate abzweigt). Beide Läden haben ein sehr großes und breites Sortiment, so dass man wirklich fast alles findet. Neben Büchern auf norwegisch gibt es auch ein gutes Sortiment an Büchern auf Englisch und Deutsch.
Für alle, die norwegisch lernen oder lernen wollen, lohnt sich ein Besuch in der 2. Etage der Norli Buchhandlung. Dort gibt es die wohl größte Auswahl an Lehrmaterial und Wörterbüchern. Man kann dort in aller Ruhe schauen, welches Lehrbuch man für sich selbst am attraktivsten findet und bekommt auch meist Arbeitsbücher und Sprach-CD's zu den verschiedenen Lernprogrammen.

Grünerløkka
Vom Stadtteil Grünerløkka haben wohl auch die meisten schon mal gehört, so dass es kein wirklicher Insider Tipp mehr ist. Jedoch nach wie vor ist dieses Viertel sehenswert und man sollte es nicht versäumen, durch die Thorvald Meyers Gata, Toftes Gate und Markveien zu bummeln. Dort findet man eine bunte Mischung von Studenten, Künstlern und anderen interessanten Leuten. Es gibt eine ganze Reihe von schönen und beliebten Cafes und Restaurants sowie kleine Boutiquen und Galerien die einen Abstecher Wert sind.

Grønland
Das Viertel von Oslo mit der höchsten Ausländerquote. Hier gibt es viele kleine Geschäfte mit Spezialitäten aus aller Welt. Nicht nur, dass man hier das billigste Obst und Gemüse der Stadt bekommt, man hat teilweise das Gefühl, einen Bazar im Orient zu besuchen, wenn man dort die Geschäfte mit den exotischen Gewürzen und Lebensmitteln, dem orientalischen Schmuck und den indischen Stoffen sieht.

Homenkollen, Voksenkollen und Frognerseteren
Zum Holmenkollen fahren ja eigentlich alle Touristen die Oslo besuchen. Das ist schön und gut, denn der Holmenkollen ist auf jeden Fall sehenswert. Wenn man dort hinfährt sollte man möglichst sehr früh am Tag dort sein, bevor die ersten Busladungen mit Touristen ankommen. Des weiteren lohnt es sich, den Holmenkollen zu besuchen wenn man den Oslo Pass hat, sonst muss man dort extra Eintritt bezahlen. Vorteil für Winter-Reisende, außerhalb der Hauptsaison kommt man zumindestens auf die Plattform unterhalb der Sprungschanze umsonst.
Jedoch, wenn man schon bis zum Holmenkollen fährt, so bietet es sich an, gleich noch ein bisschen höher zu fahren und die Aussicht auf die Stadt vom Voksenkollenveien aus zu genießen. Fährt man am Homenkollen vorbei und den Voksenkollenvei hinauf, gelangt man zu einem kleinen Aussichtsplatz von wo aus man eine grandiose Aussicht auf den Westen der Stadt hat. Besonders abends ist das ein schönes Plätzchen um den Sonnenuntergang zu genießen.
Wenn man noch ein bisschen weiter hoch fährt kann man den TV und Aussichtsturm Tryvann besuchen, der im Gegensatz zum Holmenkollen nie überlaufen ist und von dem aus man nicht nur eine tolle Aussicht auf Oslo hat, sondern auch noch das ganze Umland überblickt. Die Gegend dort oben ist auch sowohl im Sommer als auch im Winter ein beliebtes Tour-Gebiet in dem man wunderbar laufen oder Skilaufen kann. Nach einer solchen Tour kann man dort oben in der Frognersetern einkehren, von wo man aus nicht nur eine wunderschöne Aussicht auf den Osten von Oslo hat, sondern auch gutes Essen serviert bekommt.

Grefsenkollen
Fast unbekannt bei den meisten Touristen ist der Grefsenkollen, der im Stadtgebiet östlich vom Holmenkollen liegt. Dort ist es im Gegensatz zum Holmenkollen sehr ruhig und keine Touristenbusse verirren sich dort hin. Dabei hat man gerade vom Grefsenkollen aus meiner Meinung nach die wohl schönste Aussicht auf Oslo und den Oslofjord. Schon allein die Fahrt nach da oben ist einfach wunderschön! Am Wochenende fährt ein Bus bis ganz oben hin, an Wochentagen muss man an der Haltestelle Trollveiskrysset aussteigen und bis hoch auf den Grefsenkollen laufen.
Überhaupt ist das dort oben auch ein sehr schönes Gebiet für größere und kleinere Erkundungstouren in der Oslomarka und ein Ausflugsziel, das sich eigentlich das ganze Jahr hindurch lohnt.
Es lohnt sich besonders, zum Sonnenuntergang dort oben hin zu fahren! Es ist einfach wunderschön uf diesem ruhigen Berg zu stehen, die ganze Stadt und den Fjord zu überblicken wenn die Sonne langsam hinter dem Holmenkollen versinkt! Und mit ein bisschen Glück kann man dort oben sogar Elche treffen. In Anbetracht der Tatsache, dass der Grefsenkollen ja im Grunde genommen mitten in der Stadt liegt, ist das etwas, was ich schon faszinierend finde.

Bærums Verk
Ein bisschen außerhalb von Oslo liegt die ehemalige Eisenhütte und Fabrik Bærums Verk. Dort ist heute im ehemaligen Hauptgebäude ein Einkaufszentrum welches verschiedene Geschäfte beherbergt. Interessanter jedoch ist die ehemalige Arbeiter-Siedlung, die direkt neben der Fabrikhalle liegt. Die kleinen Holzhäuser wurden liebevoll restauriert und dort findet man heute viele kleine und interessante Kunsthandwerk-Läden, Galerien und Werkstätten. Die ganze Anlage ist liebevoll angelegt und einen Besuch wirklich wert.
Es gibt das ganze Jahr hindurch regelmäßig Aktionen, Märkte und Veranstaltungen. Besonders schön jedoch ist es dort in der Vorweihnachtszeit!
Von Oslo aus kann man Bærums Verk gut mit dem Linienbus erreichen.

Akerselv
Quer durch Oslo schlängelt sich ein kleines Flüsschen, der Akerselv. Entlang dem Flusslauf führt ein Spazierweg, der durch die verschiedenen Stadtteile führt und einen mal etwas anderen Blickwinkel auf die Stadt erlaubt. Vorbei an Wohngebieten und alten Fabriken kommt man an dem Studentenwohnheim vorbei, welches ursprünglich ein alter Kornspeicher war und entdeckt viele kleine Oasen und kleine Lokale und man kann einen Wasserfall mitten in der Stadt entdecken.

Oslomarka
Für alle, die die Natur lieben (und das sind ja doch 99 % aller Norwegenreisenden) liegt das beste an Oslo direkt hinter der Stadt: Die Marka! Nur wenige Minuten von der Hauptstadt entfernt liegen große, schöne Wälder die zum Erkunden einladen. Im Sommer zu Fuß oder mit dem Fahrrad, im Winter mit Skiern. Ein gut ausgeschildertes Netz von Wanderwegen und Skiloipen durchzieht die ganze Oslomarka und egal, von welchem Teil der Stadt aus man in die Marka startet, so gibt es von überall aus lohnenswerte Ziele. Im Sommer locken vor allem die zahlreichen Seen in der Marka, welche auch meist zum Baden sehr beliebt sind. Es gibt bewirtschaftete Hytten, die sehr beliebte Ziele bei den Tourgängern sind. Gute und kostenlose Infos rund um die Marka bekommt man beim DNT Büro in der Storgata.

Hovedøya, Gressholmen, Langøyene
Es gibt im Sommer mehrere Anbieter die Touristen Rundfahrten auf dem Oslo Fjord anbieten. Das kostet recht viel und ist nur bedingt spannend. Billiger, weil mit dem normalen Busfahrschein erreichbar, und darüber hinaus noch spannender, sind die Inseln im Oslo Fjord, die man mit einer kleinen Personenfähre vom Anleger Vippetangen aus erreichen kann. Die Boote fahren das ganze Jahr, jedoch werden im Winterhalbjahr nicht alle Inseln angesteuert. Vom Bahnhof aus kommt man bequem mit der Buslinie 60 zum Anleger Vippetangen. Der Bus fährt gegenüber vom Bahnhof an der Haltestelle vor der Apotheke ab (ich schreib das deswegen so genau auf, weil ich mit schönster Regelmäßigkeit dort Leute nach der Haltestelle für die Linie 60 suchen sehe).
Jede der Inseln,  welche die Fähre ansteuert, ist anders. Nakholmen und Bleikøya sind beide sehr klein und schnell erkundet. Beide Inseln sind voll mit kleinen Wochenend-Hytten. Langøyene wird nur im Sommerhalbjahr angesteuert und ist dann besonders an warmen Sonnentagen lohnenswert weil die Insel einen schönen Badestrand hat. Darüber hinaus besteht im Sommer dort die Möglichkeit mit Zelt zu campen. Gressholmen ist die Kaninchen Insel, die ganze Insel ist voll mit Langohren und man wird schon am Fähranleger von ihnen begrüßt. Sie sind nicht scheu, aber auch nicht streichelzahm. Im vorderen Teil ist die Insel oft überlaufen, sowohl von Menschen wie auch von Kaninchen. Es gibt auch einen Badestrand, den man jedoch mit den neugierigen Langohren teilen muss und der dementsprechend voller Hasenkot ist. Meiner Meinung nach nicht empfehlenswert. Jedoch besteht die Insel eigentlich aus drei Teilen und wenn man von Gressholmen weiter über die Insel wandert nach Rambergøya und Heggholmen, wird man positiv überrascht. Sowohl die Zahl der Menschen als auch die der Kaninchen nimmt dort rapide ab und neben kleinen, einsamen und sauberen Badebuchten hat man von dort aus eine der schönsten Aussichten über den Fjord und auf die Stadt.
Die größte Insel dort vor den Toren der Stadt ist Hovedøya. Camping ist dort streng verboten und es gibt viel Wald, eine alte Klosterruine sowie alte Befestigungsanlagen. Man findet auf der Insel eine unglaubliche Vielfalt an Pflanzen und Wildblumen und viele kleine, stille Plätze. Des weiteren gibt es einige Badestrände, die jedoch an schönen Tagen, da sie recht klein sind, auch schnell sehr voll sind. Hovedøya ist eigentlich die Insel, auf der es am meisten zu entdecken und erkunden gibt.

Badestrände
An warmen Sommertagen ist eigentlich die zentrale Frage, wo springt man am Besten ins Wasser? Möglichkeiten dazu gibt es in und um Oslo viele. Zum einen die gerade aufgeführten Inseln. Des weiteren befinden sich auf der Halbinsel Bygdøy zwei sehr grosse und beliebte Strände die besonders an Wochentagen zu empfehlen sind. Alle Strände haben an warmen Sommerwochenenden jedoch eins gemeinsam: Sie sind voll! Wenn man also Zeit hat und es lieber ein bisschen ruhiger hätte, lohnt es sich, aus Oslo ein Stück raus zu fahren. Mit Auto oder Bus geht es vom Stadtzentrum aus auf der E 18 in Richtung Schweden. Unmittelbar hinter der Stelle, an der man nicht mehr den Fjord rechts neben sich hat und aus der E 18 eine Autobahn wird, geht eine kleine Strasse rechts ab in Richtung Ingierstand. Dort reihen sich dann wie Perlen auf einer Kette große Badestrände und kleine Buchten aneinander, so das wohl jeder "sein" Plätzchen findet. Und es ist schon was besonderes, im klaren Fjordwasser zu baden und im Hintergrund Oslo und den Holmenkollen zu sehen. Die meisten der Badeplätze, auch die außerhalb der Stadt, sind im Sommer gut mit Bussen zu erreichen.

Abendkreuzfahrt
Wo es gerade um den Fjord geht... Neben den normalen Touri Fjordkreuzfahrten werden in der Sommersaison Abendkreuzfahrten auf dem Oslofjord angeboten. Während ich den normalen Fjordtouren nichts abgewinnen kann, finde ich das ein recht reizvolles Angebot. Insbesondere für alle die frische Reker mögen. Diese Abendkreuzfahrt dauert drei Stunden und man fährt mit einem Segelschiff über den Fjord. Das ist allein schon stimmungsvoll und man hat einen der schönsten Plätze, um einen schönen Sommerabend zu erleben. Dazu gibt es an Bord Reker zum selber pulen so viel man schafft und dazu Weißbrot, die Getränke kosten extra. Trotzdem ist diese Tour mit 295 Kronen im Verhältnis gesehen nicht zu teuer und wenn man ein geübter Krabbenpuler ist, ist sie geradezu ein Schnäppchen.

Veranstaltungen / Festivals
Oslo ist Norwegens Hauptstadt und dementsprechend sieht auch das kulturelle Programm aus. Er ist eigentlich immer was los und für jeden Geschmack was dabei. Es gibt das ganze Jahr hindurch interessante und lohnenswerte Festivals, Ausstellungen und Konzerte und man sollte sich vielleicht schon vor der Anreise nach Oslo informieren ob gerade etwas interessantes stattfindet bei dem man gerne dabei wäre. Darüber hinaus lohnt es sich, vor Ort die Tagespresse zu studieren oder bei der Touristinformation zu fragen. Des weitern gibt es einige gratis Szene-Zeitungen, die in Cafes, Kneipen und Veranstaltungszentren ausliegen und in denen man viele interessante Tipps und Veranstaltungshinweise findet.
Es gibt eine Vielzahl von Musikfestivals in Oslo. Die bekanntesten sind im Mai das "Norwegian Wood" und im August das "Øya Festival". Des weiteren finden im August in Oslo noch das Kammermusikfastival und das Oslo Jazz Festival statt. Es wird also für wirklich jeden Geschmack was geboten.
Für Leute, die mit der norwegischen Sprache schon gut klar kommen kann ein Kinobesuch ein nettes highlight sein. Es gibt immer eine ganze Reihe von wirklich sehenswerten norwegischen Filmen, die jedoch trotz guter Qualität oft nicht über die Landesgrenzen hinaus bekannt werden und die man sonst wohl kaum zu sehen bekommt. Das wohl schönste Kino der Stadt ist das Coloseum 1, ein großer Kuppelsaal mit beeindruckender Akkustik.
In Oslo gibt es eine Vielzahl von Museen, die wirklich sehenswert sind. Mit dem Oslo Pass kann man die meisten Museen auch besuchen ohne noch extra Eintritt zahlen zu müssen. Welche Museen man nun besucht ist wohl doch stark von den eigenen Interessen abhängig. Generell finde ich das Fram Museum, Wikinger Museum und Kontiki Museum besonders sehenswert. Falls man nur Oslo besucht und nicht noch weiter durch das Land reist, ist auch ein Besuch im Folkemuseum recht interessant. Wer etwas für Kunst übrig hat, sollte auch das Munch Museum besuchen. Für Kunstinteressierte lohnt sich auf jeden Fall auch ein Besuch in der Norwegischen Nationalgalerie, die allen Interessierten offen steht und keinen Eintritt kostet.
Etwas ganz Besonderes ist jedes Jahr Mitte bis Ende März das Holmenkollen Ski Festival. Es ist das Wintersport Ereignis schlechthin mit internationalen Langlauf, Biatlon und Skisprung Wettbewerben und nebenbei noch ein echtes Volksfest. Und vieles davon, kann man völlig umsonst hautnah mit erleben. Bei den Langlauf und Biatlon Wettbewerben sind nur die Plätze im Stadion kostenpflichtig, an der Loipe selber kann man umsonst stehen und die Sportler anfeuern. Höhepunkt der Veranstaltung ist immer der Kollensonntag mit dem Internationalen Skisprung Wettbewerb. Man sollte sich warm einpacken und gute Laune mit bringen und dann kann man ein wirkliches Fest erleben! Die Plätze rund um die Schanze sind (wie könnte es anders sein) kostenpflichtig, jedoch lohnt sich meiner Meinung nach der Eintritt. Wer es billiger haben will kann sich bei schönem Wetter auf dem Gratishaugen auf der anderen Straßenseite gegenüber der Sprungschanze ein Plätzchen suchen und das Spektakel auch von dort aus verfolgen.

Essen und Trinken
Wer als Tourist in Oslo verweilt ist meistens darauf angewiesen, dass er eines der zahlreichen Restaurants der Stadt besucht um die Mahlzeiten einzunehmen. Es gibt dort wirklich viele sehr gute Lokale und Adressen, jedoch zumeist ist Essen gehen in Oslo eine für Touristen relativ teure Sache. Aber das muss nicht immer so sein! Es gibt eine ganze Reihe von günstigen Möglichkeiten. Am Günstigsten kommt man weg wenn man das Stadtzentrum verlässt. In den Stadtteilen Grünerløkka und Grønland gibt es eine ganze Auswahl von Lokalen in denen man billig satt wird. Ein Tipp ist die Olympia Lunch Bar in der Thorvald Meyers gate, aber auch das Lokal Kjøkkenhagen ist preiswert und beliebt. Gerade im Trend ist das Lokal "Sult", wo das Essen wirklich gut ist, aber vom Preis her liegt das Lokal nicht in den Topp 10. Etwas besonderes ist das Godt Brød, ebenfalls in der Thorvald Meyers gate gelegen. Dort bekommt man wirklich gutes Brot und andere Backwaren, die beste heiße Schokolade der Stadt und frisch nach Wunsch belegte Baguettes die sehr lecker sind und sehr satt machen. Im Punjab Tandoori im Stadtteil Grønland kann man sich für rund 50 Kronen wirklich satt essen und das auch noch sehr lecker und im Krishna Cuisine in Majorstuen kann man für 80 Kronen soviel essen wie man mag. Gut vegetarisch und billig isst man im Vegeta Vertshus mitten im Zentrum. Für 100 Kronen kann man so viel essen wie man auf den Teller bekommt, für 140 Kronen kann man am Buffett essen so viel man will. Ein Geheimtipp ist das Bølgen & Moi lunsj-caféen. Eigentlich steht der Name Bølgen & Moi für hochwertige aber sehr teure Küche. Jedoch wenn man statt abends das Restaurant, am Nachmittag das lunsj cafèen besucht, bekommt man sehr leckere kleine und doch sättigende Mahlzeiten für rund 100 Kronen. Das China Restautrant Dinner in der Stortingsgate ist nicht nur gut sondern auch vom Preis her zu empfehlen. Im Stadtteil Frogner gut versteckt im Skovveien (nähe Solli Plass) liegt das Italienische Lokal Pizza Da Mimmo wo man wirklich gutes Italienisches Essen zu kleinen Preisen bekommt. Ein Geheimtipp! Wenn es traditionell norwegische Küche sein soll empfiehlt sich das Restaurant Justisen in der Møllergata. Dort bekommt man gute traditionelle Gerichte ab 75 Kronen und immer ein günstiges Tagesmenü. Qualitativ sehr gut und trotzdem preiswert und dazu traditonell norwegisch isst man in der Kaffistova in der Rosenkrantz gate. Lunch bekommt man dort für 35 - 65 Kronen, Hauptgerichte kosten ca. 100 Kronen. Im Untergeschoss des Oslo City Einkaufszentrums in der Nähe vom Bahnhof und im Untergeschoss der Ladenpassage Paleet auf der Karl Johans Gate sind jeweils gleich mehrere Spisesteder wo man ein sehr großes Angebot an Speisen aus aller Welt zu fairen Preisen findet. Ebenso an Aker Brygge, wo in der zweiten Werkshalle sich gleich ein ganzes Heer von internationalen kleine Take Away Lokalen verbreitet hat, welche im Unterschied zu den Restaurants an der Aker Brygge preislich attraktiv sind.
Was auch nicht viel kostet, aber sehr lecker ist, sind die diversen norwegischen Backwaren, die man unbedingt mal probieren sollte.
Des weiteren sollte man wissen, dass in vielen Lokalen und Cafes "kafe påfyll" angeboten wird, was bedeutet, dass man sich so oft Kaffee nachschenken kann wie man mag. Alle Bars, Cafes und Restaurants haben noch eine Sache gemeinsam: Wenn man sich ein Wasser (Van) bestellt, bekommt man einfaches Leitungwasser serviert, welches überall kostenlos ist.

Akerbygge
Eigentlich braucht man die Akerbrygge nicht extra zu erwähnen, denn dort kommt eigentlich jeder Tourist vorbei. Ich erwähne sie trotzdem noch mal, weil die meisten sie nur oberflächlich erkunden. Neben den beiden Werkshallen und der Uferpromenade besteht die Akerbrygge noch aus vielen weiteren Gebäuden die noch hinter den Gebäuden an der Promenade liegen. Neben den Lokalen in der gehobenen Preiskategorie gibt es dort durchaus auch Möglichkeiten, mit normalem Geldbeutel einzukehren. Einer der beliebtesten Treffpunkte an Sommertagen für die Osloer ist nach wie vor das Lekter'n, wo man direkt am Wasser sitzt und den Sommer genießt. Das Essen dort ist auch gut und vom Preis her okay. Den ganzen Sommer hindurch wird auf dem großen Platz im im Herzen der Akerbrygge die Sendung "Sommeråpent" für den Sender NRK produziert und live ausgestrahlt. Dort kann man kostenlos Publikum sein und oft sind interessante Gäste aus Kultur, Sport, und Gesellschaft anwesend und es wird immer auch ein musikalisches Programm geboren, so dass man gratis interessante und beliebte Musiker erleben kann.

Oslo Insider Tipps

Dieser Punkt ist so groß, dass ich ihn etwas umfassender auf einer eigenen Seite ausführlich behandelt habe. Alle Infos findet ihr hier: Übernachtungstipps für Oslo

Oslo Links

Hier nun eine Liste mit vielen Links zu Oslo. Es finden sich Links zu fast allen Themen und egal, ob man Kultur oder Natur erleben will, Baden oder Skifahren, Kunstausstellung oder Rockkonzert, das Nachtleben genießen oder den Fjord erkunden...
Auf dieser Linkliste findet ihr Infos zu nahezu allem, was in Oslo möglich ist.
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