Reisetipp's für Norwegen

Ferien in Norge sind ein nahezu unendliches Thema. Jedoch will ich gerne Tipps und Anregungen geben die hilfreich sind für alle die nach Norwegen reisen wollen. Neben eigenen Erfahrung und der Auflistung von Möglichkeiten habe ich hier sehr viele grundsätzliche Informationen zu Norwegen Reisen und auch sehr viele Links die bei der weiteren Urlaubsplanung hilfreich sein können zusammen getragen.
Grundsätzlich möchte ich hier keine vorgegebenen Rutenausarbeitungen aufführen. So etwas gibt es auch bereits in großer Zahl. Jedoch finde ich persönlich es auch viel schöner das Land einfach zu entdecken. Eine Route sollte immer nur als Anleitung gesehen werden, jedoch kann man gerade die schönsten Ecken entdecken wenn man mit ein bisschen Spontanität und Neugier durch das Land reist.

Allgemeines

Die erste Reise nach Norwegen ist für viele Leute der Beginn einer grossen Leidenschaft. Dieses Land mit seiner Weite und seiner beeindruckenden Natur zieht immer wieder aufs Neue die Menschen in seinen Bann und ist zu Recht ein beliebtes Reiseziel.
Auch wenn Norwegen geografisch am Rande Europas liegt, ist es nicht in der EU, was für den Reisenden schon ein paar Dinge mit sich bringt, die man beachten muss.
Für alle, die zum ersten Mal nach Norwegen reisen und nach Informationen suchen oder aber generell ein paar wichtige Dinge über Norwegen und Norwegenreisen erfahren wollen, habe ich die Rubrik Norwegen von A bis Z eingerichtet, in der viele hilfreiche Informationen zu finden sind.
Neben gutem Kartenmaterial sollte man einen guten Reiseführer in Gepäck haben. Eine Übersicht, was es da an Büchern auf dem Markt gibt, findet man hier.
Des weiteren lohnt es sich immer, Leute zu fragen, die sich damit auskennen (Gelbe Seiten Mentalität). So sollte man, wenn man nicht auf eigene Faust plant, sondern über ein Reisebüro buchen will, einen Anbieter nehmen, der sich mit Norwegen Reisen auskennt. Eine Reihe von empfehlenswerten Norwegen Reiseanbietern habe ich in der Rubrik Reisebüros aufgeführt. Wer auf eigene Faust nach dem passenden Feriendomizil sucht, steht immer noch vor einer Riesen- Auswahl von Möglichkeiten und Anbietern. Was für Ferien sind geplant? Norwegen Rundreise von Ort zu Ort? Im eigenen Auto, Mietwagen oder mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln? Stadtferien im Hotel oder Zelten auf dem Campingplatz? Ferien im Wohnwagen oder Wohnmobil oder Ferien auf dem Bauernhof? Eine einsame Hytte am Fjord oder Erlebnisferien? Stadtbummel oder Outdoor Erlebnisse? Angelurlaub oder Familienferien? Alles ist möglich und für all diese verschiedenen Ferienarten gibt es eine Vielzahl von Angeboten, Unterkünften und Anbietern. Um einen kleinen Überblick zu verschaffen habe ich zu allen Punkten Angebote und Anbieter in der Rubrik Reiselinks aufgelistet.
Darüber hinaus habe ich auf meiner Homepage das Forum der Norwegen Freunde verlinken dürfen (siehe Menüleiste) wo man auf alle Fragen rund um Norwegen eine kompetente Antwort bekommt. Dies ist eine Informationsplattform im Internet wo man zu allen Fragen rund um das Thema Norwegen sachkundige und informative Auskünfte erhält.
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Reisezeit

Gibt es eine beste Reisezeit? Eigentlich ist meine Antwort da nein, weil Norwegen zu jeder Jahreszeit reizvoll ist.
Die meisten Touristen kommen in den Sommermonaten hierher um die warmen Tage und langen Mittsommernächte zu erleben. Der Sommer ist auch eine empfehlenswerte Reisezeit wenn man mit Kindern reist und vielerorts Veranstalltungen und Attraktionen sind. Einige Campingplätze haben nur in den Sommermonaten geöffnet und auch viele kleinere Museen und Attraktionen sind außerhalb der Hochsaison geschlossen.
Die warmen Sommermonate mit ihren hellen Nächten sind für sich schon ein wirkliches Erlebnis. Im Sommer bekommt Norwegen ein richtig mediterranes Flair, welches die meisten Besucher beim ersten Mal völlig überrascht. Man hat das Gefühl, das ganze Leben spielt sich draußen ab; entweder mit dem Einmalgrill am Strand oder in einem der unzähligen Außenlokale.
Jedoch kann man auch ausserhalb der Hochsaison wunderbare Urlaubstage in Norwegen verbringen.
Wenn man im Frühling reisen will, so sollte man wissen, dass dieser erst sehr spät in Norwegen ankommt und in den Monaten, in denen es Mitteleuropa schon zu blühen beginnt, liegt in Norwegen oft noch Schnee. Jedoch sind schon ab März die Tage hier im Norden länger und es bleibt sehr lange hell. Wenn man im Frühling durch das Land reisen will, muss man wissen, dass viele Gebirgsübergänge noch ganz oder teilweise gesperrt sind. Während es in den Tälern schon grün wird und alles anfängt zu blühen liegt auf den Bergen oft noch meterhoch Schnee.
Bis in den April hinein kann man wunderbar Skiferien in Norwegen verbringen. Im Februar und an Ostern machen die Norweger selber auch Skiferien, deshalb sollte man in diesen Perioden frühzeitig buchen wenn man nach Norwegen reisen will.
Jeder Wintersport-Liebhaber sollte einmal in der kalten Jahreszeit nach Norwegen kommen. Das ganze Land verwandelt sich dann in ein weißes Wintermärchen mit traumhaften Wintersport Bedingungen.
Im Mai hat man den Vorteil, dass man das Land noch ein bisschen mehr für sich hat, weil die meisten Touristen erst im Hochsommer kommen. Dabei ist es Mitte bis Ende Mai traumhaft schön, wenn alle Obstbäume blühen. Dann kann man schon bei sommerlich warmen Temperaturen das Land genießen, während die Bergspitzen noch alle schneebedeckt sind.
Der Herbst ist auch eine sehr gute Reisezeit. Die intensive Laubfärbung taucht das ganze Land in eine einmalige Farbenpracht und die Temperaturen sind oft noch sehr warm. So kann man zu dieser Jahreszeit oft warme und sonnige Tage in einmaliger Natur erleben und auch zum wandern ist diese Jahreszeit ideal! Abends und nachts kann es jedoch schon sehr kalt werden und die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind im Herbst oft sehr groß. Diese Jahreszeit mit der beeindruckenden Natur und Laubfärbung ist unbedingt eine Reise wert!
Überhaupt ist Norwegen wärmer als es sich die meisten Leute vorstellen. Fast jeder Reisende hat zu viel warme Pullis und zu wenig leichte Sommerkleidung dabei und die Sonnenmilch vergessen viele Leute gleich ganz. Da hier aber nicht nur statistisch die Sonne mehr und länger scheint, sollte man besonders im Sommer nie ohne ausreichenden Sonnenschutz nach Norwegen reisen.
Mehr infos über das Wetter und das Klima in Norwegen gibt es hier
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Anreise

Für die Anreise gibt es grundsätzlich 5 Möglichkeiten. Man sollte die verschiedenen Anreisemöglichkeiten vergleichen und sich dann das heraus suchen, was man für seinen Bedarf als optimal empfindet. Die billigste Anreise muss nicht unbedingt die beste sein, die schnellste nicht die optimalste. Auch Faktoren wie Reisezeit und Nebenkosten sollte man berücksichtigen. Neben den eigentlichen Anreisekosten müssen bei Reisen mit dem Auto oder Wohnmobil auch immer noch die Kosten für Benzin und Maut hinzu gerechnet werden.
;Deswegen lohnt es sich die Anreise sogfältig zu planen. Alle wichtigen Informationen dazu findet ihr in meinen Verkehrslinks und in den Reiselinks.
Alle die mit dem Auto nach Norwegen reisen, sollten sich unbedingt die Rubrik Verkehr durchlesen. Wenn man mit einer der Fähren anreist, muss man besonders in der Hauptsaison bedenken, dass man rechtzeitig reservieren sollte, denn dann sind die Fähren sehr oft ausgebucht.

Bahn

Mit der Bahn kann man bequem von überall aus Deutschland nach Oslo gelangen. Es gibt eine Verbindung mit dem Nachtzug, der dann morgens in Oslo ankommt. Der Vorteil ist, dass die Anreise recht stressfrei ist, bis auf das mehrmalige umsteigen. Man ist jedoch insgesamt ca. 24 Stunden unterwegs. Für die Nachtfahrt von Kopenhagen bis Oslo empfiehlt es sich, einen Schlafwagenplatz zu buchen.

Bus

Von Berlin und Hamburg aus verkehren Linienbusse, die bis Oslo fahren. Diese Busreise ist eine sehr preisgünstige Variante, jedoch auch eine recht anstrengende. So eine lange Fahrzeit in einem engen Bus ist nur ein bedingtes Vergnügen.

Fähre

Die Anreise mit dem Schiff ist sicher die stimmungsvollste, aber genau wie die Bahnfahrt ist sie sehr zeitaufwendig. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten, in verschiedenen Preisklassen. Am erholsamsten ist die Reise mit der Color Line via Kiel-Oslo. Die Fahrt mit dieser Fähre dauert 20 Stunden und man kommt ausgeruht hier in Norwegen an. Der Nachteil einer nicht ganz billigen Überfahrt wird aufgewogen von der Tatsache, dass man eben nicht weiter wie bis Kiel fahren muss und ab da dann entspannt nach Olso schippert und ausgeschlafen seinen ersten Urlaubstag gleich geniessen kann. Die Fähre verlässt Kiel um 14 Uhr und erreicht Oslo am nächsten Morgen um 9.30 Uhr. Bei dieser Überfahrt muß eine Kabine gebucht werden. Diese Seereise ist ein Erlebnis für sich und eigentlich schon der Beginn des Norwegenurlaubs.
Neben der Fähre Kiel Oslo gibt es noch eine ganze Reihe von weiteren Fährverbindungen.
die meisten Fähren fahren ab Dänemark und kommen in unterschiedlichen Orten in Norwegen an.
Mit der Colorline gibt es noch die Möglichkeit von Hirtshals (DK) nach Oslo zu reisen. Diese Strecke ist billiger als die Kiel Fähre, jedoch muss man da zuerst mit dem Auto einmal quer durch Dänemark fahren.
Von Hirtshals (DK) aus gibt es mit der Colorline auch eine Verbindung nach Kristiansand. Die Fahrtstrecke ist recht kurz und dementsprechend recht preiswert. Es besteht auch nicht die Pflicht einer Kabinenbuchung.
Auf der selben Strecke hat die Color Line auch ein Schnellboot im Einsatz, was die Überfahrt von Dänemark nach Norwegen in 150 Minuten schafft.
Des weiteren gibt es noch eine Streckenalternative von Fredrikshavn (DK) nach Larvik. Diese Route ist für viele preislich interessant und von Larvik aus hat man einen sehr guten Ausgangspunkt zur Weiterreise in Norwegen in alle Richtungen.
Von Hirtshals aus gibt es noch eine weitere Fährlinie, die nach Langesund in Norwegen fährt. Diese Linie ist in erster Linie für den LKW Transport ausgelegt und hat weniger Kreuzfahrtcharakter wie die anderen Fährlinien. Jedoch preislich ist die Kystlink Fähre eine sehr günstige Alternative auf dem Weg nach Norden.
Für alle Reisenden, welche die norwegische Westküste als Ziel haben, bietet sich die Überfahrt mit der Fjordline Fähre von Hanstholm nach Egersund an.
Es gibt weitere Fährverbindungen die von Deutschland über Dänemark und Schweden führen. Preislich sind diese Strecken attraktiv, jedoch hat man dann noch ein gutes Stück Fahrt durch Schweden vor sich, bevor man Norwegen erreicht.

Auto

Seit Schweden und Dänemark durch die Sundbrücke verbunden ist, kann man fast ohne ein Schiff zu betreten "durchfahren". Die Sundbrücke ist jedoch kostenplichtig und da man auf einer weiten Fahrtstrecke auch dementsprechend Sprit verbraucht, sollte man sich überlegen, für welche Anreise man sich entscheidet.
Die Fahrt durch Dänemark und Schweden ist recht lang und im Hochsommer auch nicht unbedingt ein reines Vergnügen.

Flugzeug

Die Reise mit dem Flugzeug ist natürlich sehr bequem und vor allen Dingen schnell. Außerdem ist sie gar nicht so teuer wie man vielleicht glauben mag. Es gibt sowohl von den großen Reiseanbietern günstige Flüge, als auch von den Billigairlines. Diese landen dann nicht in Gardermoen sondern auf dem Flugplatz Torp bei Sandefjord, etwa 80 Minuten von Oslo entfernt. Beide Flughäfen sind via Bus und und Gardermoen auch via Zug gut und leicht zu erreichen.
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Transport generell

Öffis oder Auto? Diese immer wieder kommende Frage ist nicht so eindeutig zu beantworten, denn beides hat seine Vorteile. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man ohne selber fahren zu müssen nahezu überall hin. Ein weiterer Vorteil ist, dass man dabei leicht in Kontakt mit Einheimischen kommt. Der Vorteil bei PKW oder Wohnmobil ist, dass man viel spontaner reisen kann und nach Herzenslaune Abstecher oder Zwischenstopps an Stellen einlegen kann, die einem gut gefallen. Darüber hinaus hat man mehr Stauraum und kann mehr "Norwegen" mit nehmen, wenn man wieder zurück reisen muß.
Wie man hier anreist hängt auch ein bisschen damit zusammen, was man für seinen Norwegen Urlaub geplant hat. Für eine Städtereise nach Oslo oder Bergen braucht man kein Fahrzeug mit zu nehmen. Aber auch ganz generell ist es nicht zwingend notwedig ein Fahrzeug mit zu nehmen.
Norwegen hat ein sehr gut ausgebautes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. So kommt man auch problemlos ohne eigenes Auto mit Bus und Bahn durch das Land. Bahnstrecken gibt es nur relativ wenige, aber die es gibt, sind beeindruckend schön. Gerade die Bahnstrecke zwischen Oslo und Bergen ist berühmt und die Flåm Bahn wird als eine der schönsten Bahnlinen der Welt bezeichnet.
Das Norwegische Busnetz ist hervorragend ausgebaut und neben regionalen Verbindungen gibt es ein großes Angebot an Überlandbusen, mit denem man ganz Norwegen durchqueren kann.
Gerade bei jungen Leuten immer sehr beliebt ist das Trampen, die wohl billigeste Art zu reisen. Trampen ist in Norwegen kein Problem und in der Regel wird man problemlos mitgenommen. In einsameren Gegenden kann es allerdings oft länger dauern bis ein Auto vorbei kommt.
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was für Ferien sind geplant?

Wenn man dann in Norwegen angekommen ist und beginnt das Land zu erkunden, neigen gerade Besucher die zum ersten Mal nach Norwegen kommen, dazu sich zu viel vorzunehmen. In 2 Wochen Oslo - Nordkap und zurück sind nicht nur unrealistisch, sondern auch alles andere wie Urlaubserholung. Wenn man eine Rundreise plant, sollte man bewusst darauf achten, dass die geplanten Tagestrecken nicht zu lang werden.
Die norwegischen Straßen sind nicht mit den deutschen Autobahnen zu vergleichen und dadurch, dass fast überall Tempo 80 gilt, reist man langsam aber genussvoll. Und das ist auch gut so! Nicht nur, weil die kleinen Straßen mit den vielen Kurven kein anderes Tempo zulassen. Es gibt auch einfach so viel zu entdecken, dass man einfach langsam reisen muss um all diese Schönheiten zu entdecken und aufzunehmen. Es gibt so viel zu entdecken in Norwegen! Neben der grandiossen Natur, die einem nach fast jeder Kurve erneut ins Staunen versetzt gibt es viele interessante Plätze und sehenswürdigkeiten, an denen man nicht einfach so vorbei fahren sollte
Des weiteren sollte man bedenken, was man für Interessen hat. Will man Angeln am Fjord oder Bergwandern? Relaxen und schwimmen im Meer oder Aktiv und Outdoor Urlaub? Will man den ganzen Urlaub an einer Stelle verbringen, oder möchte man viel vom Land sehen und entdecken und eine Rundreise machen. Alles ist möglich, man hat nur die Qual sich entscheiden zu müssen.
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Unterkunft

Wenn man sich für einen Anreiseweg entschieden hat kommt die Wahl der Unterkunft. Und wie schon bei der Anreise, hat man auch da wieder die Qual der Wahl und eine Vielzahl von Möglichkeiten. Zu allen Unterkunftsmöglichkeiten findet man weiterführende Links in der Rubrik Reiselinks auf dieser Homepage.

Hotel

Wenn man sich nicht gerade in einer der großen Städte aufhält, macht man in Norwegen eigentlich kaum Hotelurlaub. Aber gerade deswegen bieten besonders in den Sommermonaten viele Hotels sehr günstige Angebote. Hinzu kommen diverse Hotelpass Systeme mit denen man bei einem Hotelaufenthalt jede Menge sparen kann. Wer ohne großes Gepäck durch das Land reisen will und keine Lust zum Kochen, Geschirrspülen oder Einkaufen hat kann auch sehr gut eine Norwegen Rundreise von Hotel zu Hotel machen. Bei den Hotels findet man Unterkünfte in allen Preisklassen, vom einfachen gut bürgerlichen Hotel bis hin zur Luxusherberge ist für jeden Geschmack und Geldbeutel das passende dabei. Besonders erwähnenswert sind die Historischen Hotels. Hotels die mit diesem Hinweis versehen sind, sind sehr alte und renomierte Hotels die meist in traumhafter Lage ein Stück lebendige norwegische Geschichte darstellen. Hier eine sehr gute deutschsprachige Seite für die Hotelsuche: externer LinkTrivago - Hotels in Norwegen
zu finden ist

Bed and Breakfast

Bed and Breakfast Pensionen findet man in Norwegen in großer Zahl. Diese Unterkünfte sind meist einfach, aber oft auch sehr aufwendig und liebevoll eingerichtet. Neben einem günstigen Quartier bekommt man dort oft durch die Vermieter ein bisschen mehr Hotel zu "Ola Nordmann" wie in einem annoymen Hotel und neben einer Unterkunft auch gleich ein kleines Stückchen norwegische Lebensart.

Jugendherbergen

Es fängt schon damit an, dass Jugendherbergen in Norwegen nicht Jugendherberge heißen sondern Vandrehjem, was wörtlich übersetzt Wandererheim bedeutet. Und damit ist man schon bei einem ganz wesentlichen Punkt, denn ein norwegisches Vandrehjem kann nicht unbedingt mit einer deutschen Jugendherberge verglichen werden. Die Unterkünfte sind meist sehr schön und gepflegt und man trifft dort Leute aus aller Welt und in allen Altersgruppen.

Ferien auf dem Bauernhof

Für Ferien mit Kindern oder auch alle anderen die das Leben auf dem Land lieben, sind Ferien auf dem Bauernhof eine attraktive Alternative. Neben einer großen Anzahl von landwirtschaftlichen Betrieben im ganzen Land in denen so etwas geboten wird gibt es zahlreiche Bauernhöfe, die Hytten auf oder in der Nähe des Hofes vermieten. Bei Ferien auf dem Bauerhof lernt man neben Mensch und Tier auch die Lebensweise auf dem Land kennen, bekommt Kontakt zu Norwegern und macht Bekanntschaft mit vielen schmackhaften norwegischen Lebensmitteln.

Ferienhaus / Hytte

Der klassische Norwegen Urlaub findet zumeist in einer Hytte statt. So eine Hytte haben die meisten Norweger und sie verbringen dort einen großen Teil ihrer Freizeit. Mit gutem Grund, denn ein Aufenthalt in dieser unbeschreiblichen und faszinierenden Natur ist einfach Balsam für die Seele!
Es gibt eine große Anzahl von Reiseanbietern, die sich auf die Vermietung von Ferienhäusern in Norwegen spezialisiert haben. Von der kleinen einfachen Hytte für 3 bis 4 Personen, bis zum riesigen Holzschloss mit allem Luxus für 25 Personen ist alles dabei. Bei den Hytten gibt es sehr große Preisunterschiede, je nach Größe und Ausstattung und man muss für sich selber entscheiden. was man an Luxus im Urlaub haben will und welche Kriterien eine solche Hytte erfüllen sollte.
Bei vielen Hytten steht in der Beschreibung aufgeführt, dass die Hytte Sat TV hat, was oft zu dem Trugschluss verleitet, dass man dort deutsches TV empfangen kann. Wenn dieses aber nicht ausdrücklich in der Hyttenbeschreibung erwähnt ist würde ich dazu raten, eher davon auszugehen, dass sich das Angebot auf norwegische TV Sender beschränkt.
Wasser und Strom werden bei Ferienhäusern in Norwegen nicht extra berechnet sondern sind im Mietpreis inklusive. Bei Hytten, die über einen Kataloganbieter gebucht werden, sind meistens Buchungen von mindestens einer Woche obligatorisch und der "Wechseltag" ist dort zumeist Freitag oder Samstag.
Die meisten Hytten sind mit allen lebensnotwendigen Dingen ausgestattet. Bettzeug ist vorhanden, Bettwäsche hingegen muss man selber mitbringen, teilweise kann solche auch gegen Aufpreis gestellt werden. Kochgeschirr, Besteck und Töpfe sind ebenso vorhanden wie Kaffeemaschine und Putzgerätschaften zur Endreinigung der Hytte.
Sehr viele Hytten liegen direkt oder nahe am Wasser, schon deswegen, weil der nächste See oder Fjord oder das Meer in Norwegen nie wirklich weit entfernt sind. Solche Hytten haben dementsprechend oft ein Boot welches zur Hytte gehört. Teilweise ist das Boot im Mietpreis inklusive, es ist aber auch möglich, dass es extra angemietet werden muss. Gerade wenn man mit der Absicht nach Norwegen reist um zu Angeln sollte man großen Wert darauf legen, dass man bei der Hytte ein solides Boot hat oder eben die Möglichkeit, ein solches anzumieten.
Neben all den Anbietern die ihre Hytten in Katalogen offerieren gibt es auch immer noch die Möglichkeit, eine Hytte in Norwegen spontan und ohne Vorbuchung für ein paar Tage direkt vor Ort zu mieten. Wenn man durch das Land fährt sieht man immer wieder Schilder mit "Hytte ledig" und dort muss man dann einfach anhalten und nachfragen. Des weiteren hat jede Touristinformation eine Liste mit Hytten die von privat vermietet werden und man findet eigentlich auch in der Hauptsaison in Norwegen ohne Vorbuchung irgendwo eine passende Hytte.
Neben all den privaten und in den Katalogen angegebenen Hytten gibt es auf den meisten norwegischen Campingplätzen ebenfalls Hytten zu mieten. Diese sind oft sehr einfach ausgestattet und demetsprechend auch sehr preiswert zu mieten. Zumeist gibt es zwei verschiedene Hyttenkatagorien. Da sind zum einen die ganz einfach ausgestatteten Hytten, die nicht viel mehr wie Tisch und Bett enthalten. Teilweise gibt es noch eine kleine Kochstelle, fließend Wasser, Dusche und WC jedoch sind in diesen Hytten nicht vorhanden, sondern dazu gibt es die Gemeinschaftseinrichtungen des Campingplatzes. Der zweite Hyttentyp hat all diese Dinge in der Hytte. Diese Hytten sind meist etwas neueren Datums und kosten etwas mehr, jedoch sind auch diese besser ausgestatteten Campinghytten oft eine sehr preiswerte Unterkunftsalternative.

Camping

Beim Stichwort Camping gibt es mehrere Punkte, auf die ich an dieser Stelle gern etwas näher eingehen möchte. Generell ist Camping in Norwegen sehr beliebt und verbreitet und es gibt eine nahezu unübersichtlich große Zahl an Campingplätzen. Einschränkend muss jedoch gesagt werden, dass viele, gerade kleine Plätze ausschließlich in der Hochsaison in den Sommermonaten geöffnet sind. Die Campingplätze variieren stark in Grösse und Ausstattung und vom kleinen Platz mit einfachstem Standard bis zum grossen Platz mit eigenem Supermarkt und Imbiss ist alles zu finden.
Die preiswerteste Art des Campingurlaubs ist das Zelten. Eine Übernachtung mit dem Zelt kostet je nach Campingplatz zwischen 100 und 200 NOK. Da es auf norwegischen Campingplätzen meist nicht so streng zugeht, kann man oft den Platz für sein Zelt frei wählen. Auf Wunsch kann man oft auch einen Standplatz mit Stromanschluss bekommen. Mit einem Zelt reist man leicht und flexibel. Man muss sich nur darüber im Klaren sein, dass es auch im Sommer im Norden sehr kalt werden kann und in den Bergregionen ist auch im Hochsommer Schnee und Sturm nicht ausgeschlossen, so das man großen Wert auf eine angemessene Ausrüstung legen sollte.
Mit dem klassischen Wohnwagen kann man ebenfalls sehr gut in Norwegen Urlaub machen. An Campingplätzen mangelt es, wie schon erwähnt, nicht, jedoch gibt es einen anderen wichtigen Punkt, den man bedenken sollte. Die Straßen in Norwegen sind oft sehr schmal und es gibt starke Steigungen und extreme Gefälle. Nicht alle Strassen sind wirklich für ein Wohnwagengespann geeignet und wenn man nicht wirklich routiert ist sollte man die Reiserute mit Bedacht auswählen.
In den vergangenen Jahrzehnten ist der Urlaub mit dem Wohnmobil immer beliebter geworden, und besonders deutsche und niederländische Touristen bevölkern in den Sommermonaten in großer Zahl Norwegens Strassen. Generell ist das nur zu gut nachzuvollziehen, denn Norwegen ist ein ideales Land für Wohnmobilurlaub. Jedoch hat die Sache im Laufe der Jahre einen etwas negativen Beigeschmack bekommen, denn viele der Wohnmobilfahrer unterliegen dem weit verbreiteten Irrglauben, dass das Jedermannsrecht auch dazu gilt um mit dem Wohnmobil wild zu campen, was jedoch nicht zutrifft! Um mit diesem Irrglauben ein für allemal aufzuräumen, es ist NICHT gestattet in Norwegen mit Wohnmobil oder Wohnwagen wild zu Campen! Das Jedermannsrecht bezieht sich ausschließlich auf Wanderer, die sich zu Fuß in der Natur bewegen und denen es gestattet ist unter gewissen Bedingungen ihr Zelt ein bis zwei Nächte wild aufzustellen. Jedoch gibt es keine solche Regelung, die ein solches Wildcampen mit dem Wohnmobil gestattet. Aufgrund der über viele Jahre hinweg ständig wieder auftauchenden Fehlinterpretation des Jedermannsrechts und den dementsprechend wildcampenden Wohnmobilen sind die Norweger in diesem Punkt mittlerweile recht sensibel geworden. In vielen Kommunen und an Rastplätzen stehen mittlerweile große Hinweisschilder mit der Aufforderung zum Übernachten den nächsten Campingplatz anzusteuern.
Durch die Flexibilität, die man mit einem Wohnmobil hat, ist es unbestritten ein ideales Transportmittel für Ferien in Norwegen. Jedoch sollte man sich unbedingt an die Regeln halten und nicht wild campen. Neben den klassischen Campingplätzen gibt es vielerorts auch exstra ausgewiesene Parkplätze für Wohnmobile, oft auch mit Entsorgungsstation.
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Essen und Trinken

Egal ob Hotel oder Hytte, Essen und Trinken muss man auch in Norwegen. Vor einigen Jahren noch, war Norwegen ein so teures Reiseland, dass viele Leute hier angereist sind und ihre Autos bis oben hin mit Konserven und Lebensmitteln vollgestopft hatten. Das wird nicht nur von den Norwegern nicht gern gesehen, sondern ist auch einfach nicht notwendig!
Wer nach Norwegen reist um Urlaub auf dem Campingplatz oder in einer Hytte zu verbringen, kann vor Ort problemlos seinen Bedarf in Norwegen im Supermarkt decken.
Beim Einkaufen im Supermarkt gibt es recht oft große Preisunterschiede. Es lohnt sich, auf Angebote zu achten! Am Günstigsten kauft man in den Geschäften Rema, Kiwi und Rimi ein. Teurer, jedoch mit sehr großem Warensortiment, kauft man bei Meny und Ultra ein. Die Supermärkte haben recht lange Öffnungszeiten, so dass man normalerweise bis abends 21 Uhr einkaufen kann.
Generell jedoch kann man Norwegen im Supermarkt einkaufen ohne die Urlaubskasse zu sprengen. Darüber hinaus gibt es noch einen anderen Aspekt, den man bedenken sollte. Beim Urlaub in einem anderen Land ist man immer auch mit einer anderen Kultur in Kontakt. Und gerade die regionalen Speisen machen einen großen Teil dieser Kultur aus, weshalb man im Supermarkt neben den bekannten Produkten auch ruhig mal an den vielen leckeren norwegischen Speziallitäten versuchen sollte.
Noch ein kleiner Tipp am Rande, Lebensmittel aus Norwegen sind nicht nur ein preiswertes sondern auch schmackhaftes Mitbringsel aus dem Urlaub!!!
Ein weiterer Punkt ist das Essen gehen im Restaurant. Das erste, was den Reisenden ins Auge fällt, sind die für Festlandseuropäer sehr hohen Preise. Der Unterschied liegt in der norwegischen Lebensart. Hier geht man eher selten und nur zu besonderen Anlässen ins Restaurant und nicht wie in Deutschland oft üblich, zweimal die Woche abends zum Italiener um die Ecke. Dementsprechend ist die Auswahl an Lokalen hier deutlich geringer, eine Tatsache, die viele Touristen immer wieder irritiert. So gibt es in Norwegen einmal die kleinen einfachen Lokale, die eher einem besseren Schnellimbiss entsprechen und ein eingeschränktes Sortiment haben welches wirklich keinen aus den Socken haut. Daneben gibt es dann Restaurants, die gerade für ausländische Touristen oft teuer erscheinen mögen und auch preislich für den Norweger nicht jede Woche realisierbar sind. Dafür jedoch bekommt man da wirklich gute Mahlzeiten, sehr oft regionale Speziallitåten und wirklich schmackhafte Küche!
Es ist auch in Norwegen so, dass man halt sowohl gute als auch schlechte Küche erleben kann und auch hier ist das Problem, dass man statt regionaler Küche oft mit dem Standard Pizza- und Kebab-Sortiment konfrontiert wird. Allerdings hilft es, wenn man sich einfach ein bisschen umschaut. Ich hab wirklich schon landauf landab hervorragend gespeist! Und es gibt auch wirklich sehr viele norwegische Spezialitäten, die ich extrem lecker finde!
Der dritte Punkt in dieser Rubrik ist der Alkohol, zu dem die Norweger doch ein etwas "besonderes" Verhältnis haben. Das beginnt damit, dass man im Supermarkt nichts bekommt, was härter ist als Bier. Um Wein oder Schnaps zu kaufen muss man in eins der Staatlichen Vinmonopolet Geschäfte gehen. Auch wenn man ein Lokal besucht, ist es nicht gesagt, dass man dort alle Getränke erhält. In vielen Cafes gibt es keinen Alkohol und es gibt auch immer noch Restaurants in denen man keinen Wein zum Essen bestellen kann.
Zum besseren Verständnis der Sache habe ich zu diesem Thema hier die Rubrik Der Norweger und der Alkohol eingerichtet, wo ich das Thema etwas ausführlicher beschrieben habe.
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Sehenswürdigkeiten

Norwegen ist ein Land mit vielen Sehenswürdigkeiten. Hauptattraktion ist die beeindruckende Natur, jedoch hat das Land auch jede Menge Kulturschätze zu bieten.
Es gibt im ganzen Land viele interessante Museen und Kunstschätze. Es lohnt sich, sich einen guten Reiseführer zu besorgen oder bei der örtlichen Touristinformation sich über die Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der Region zu informieren.
Besondere Kulturschätze sind die Stabkirchen, von denen es im gansen Land nur noch wenige gibt. Norwegen kann auf eine sehr lange Kulturgeschichte zurückblicken. Historisch sind besonders die Funde aus der Steinzeit und der Zeit der Wikinger interessant. Ab dem 19. Jahrhundert haben norwegische Künstler die moderne europäische Literatur, Malerei und Musik bereichert.
Namen wie Edvad Munch, Knut Hamsun, Henrik Ibsen und Edvard Grieg sollte eigentlich auch jeder außerhalb Norwegens kennen.
Weltkulturerbe:
Stabkirche von Urnes; Die „Brygge“ in der Stadt Bergen, Stadt und Bergwerke von Roros, Felszeichnungen von Alta
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Sport und Aktivitäten

In Norwegen gibt es viel zu sehen und zu entdecken. Am stärksten fasziniert die grandiose Natur! Es gibt eine ganze Reihe von Nationalparks und man sollte auf jeden Fall sich die Zeit nehmen, diese grandiose Natur direkt zu erkunden. Das geht nur zu Fuß und man sollte sein Fahrzeug in Norwegen ruhig mal stehn lassen um diese wunderbare Natur zu erleben. Überall gibt es Wanderwege und man kann vom kleinen Spaziergang bis zur großen Trekkingtour alles machen. Wichtig beim Wandern ist, dass man nie ohne Karte losgeht und immer ausreichend ausgerüstet für die geplante Tour ist. Im Zweifelsfall sollte man sich vorher über Strecken und Schwierigkeitsgrad informieren, bevor es zu einer bösen Überraschung kommen kann.
Die norwegischen Fjells (Berge) und die Fjorde bilden einen einmaligen und faszinierenden Kontrast und man sollte sich Zeit nehmen diese Landschaft zu entdecken. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten und Naturschätze und man sollte sich einfach Zeit nehmen um diese zu entdecken. Vom Angeln im Fjord über Bergwandern bis zu Rafting und Tiersafaris ist alles möglich!
Norwegen ist ein Land für Aktiv-Urlaub. Sport hat in Norwegen einen hohen Stellenwert und die Freizeitgestaltung ist sehr aktiv. Davon profitieren nicht nur die Leute die hier leben, sondern auch Norwegen Reisende.
Für alle die ihren Urlaub mit Angeln, Bergwandern, Skifahren oder anderen Aktivitäten verbringen wollen habe ich hier mehr Infos und weiterführende Links zusammen getragen
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Kinder

Norwegen ist ein sehr kinderfreundliches Land. Es gibt in vielen Unterkünften günstige Preise für Kinder, fast alle Lokale haben ein Kindermenü auf der Speisekarte und darüber hinaus werden gerade in den Sommermonaten überall Attraktionen und Veranstaltungen für Kinder angeboten.
Neben Badeparadies und Freizeitpark gibt es auch in der Natur viele Dinge zu erleben und zu entdecken und vielerorts gibt es auch tolle Kulturangebote für Reisende mit Kindern. Es lohnt sich unbedingt, sich bei der örtlichen Touristinformation über das Angebot zu informieren.
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Oslo

Bei einem Oslo Besuch besteht die größte Schwierigkeit meist darin, aus dem reichhaltigen Angebot eine Auswahl zu treffen was man denn nun alles ansehen will. Am Besten, man orientiert sich schon vor der Anreise ein wenig. Es gibt allerdings so ein paar Sehenswürdigkeiten die einfach ein "muss" sind. Das beginnt mit der Festung Akershus, direkt unten am Hafen. Die Aussicht von dort auf Akerbygge, die Stadt und den Fjord ist umwerfend schön und besonders am Abend sehr stimmungsvoll. Das "hässliche" Rathaus, welches auch zu den Wahrzeichen der Stadt gehört kann man gar nicht übersehen oder umgehen. Viel interessanter jedoch ist auf der anderen Seite der Bucht, gegenüber der Festung Akershus gelegen, die Akerbrygge. In dieser alten Werftanlage findet man heute viele nette Restaurants und Cafe’s. Die Akerbygge ist an schönen Tagen ein richtiger Magnet und es ist wunderbar an einem warmen Sommernachmittag dort im Lekter’n zu sitzen, ein kühles Getränk und ein leckeres Fischgericht vor sich und den Tag zu genießen während vom Pier live Musik erklingt. Die Akerbrygge muss man sich einfach "erbummeln", denn es gibt dort jede Menge netter Lokale und viel zu entdecken.
Der Holmenkollen ist auch ein absolutes Muss! Die Aussicht von dort oben auf die Stadt ist wirklich nur schwer zu übertreffen und die Sprungschanze an sich auch wirklich interessant und sehenswert. Persönlich bevorzuge ich jedoch den Grefsenkollen. Dort gibt es keine Sprungschanze, kaum Touristen, aber die wohl schönste Aussicht, die man von "oben" auf die Stadt am Fjord haben kann. Am stimmungsvollsten ist es in den Abendstunden dort oben und mit ein bisschen Glück kann man sogar auf Elche treffen.
Den Vigeland Park mit seinen Skulpturen darf man auch keinesfalls auslassen! Am Besten besucht man ihn während der Hochsaison in den frühen Abendstunden, wenn es ein bisschen ruhiger geworden ist und die großen Touristenbusse weg sind. Trotz vieler Touristen ist es ein Park der Osloer in dem man an sonnigen Tagen auf der Wiese liegt und grillt.
Die Halbinsel Bygdøy ist schon an sich sehenswert, aber dort findet man auch viele interessante Museen.
In der City sollte man auch mal durch die Altstadt bummeln, die Kvadraturen. Es ist faszinierend, dass dieses ruhige Fleckchen nur wenige Meter vom turbulenten Stadtzentrum entfernt ist.
In der Innenstadt selbst führt kein Weg an der Hauptstraße, der Karl Johnanns Gate vorbei. Diese Fußgängerzone und Hauptgeschäftsstraße führt in gerader Linie vom Bahnhof zum königlichen Schloss. Entlang dieser Straße liegen der Osloer Dom und die Universität. Auch das Norwegische Parlament Storting liegt dort direkt mitten in der Innenstadt.
Jedoch sollte man auch mal abseits der Touristen-Pfade durch diese Stadt streifen. Viertel wie Majorstuen oder Frogner laden zum Bummeln und Verweilen ein. Auch das Studentenviertel Grünnerlokka bietet viele schöne Ecken. Und wenn man von dort weiterbummelt, über Sofienberg nach Rødeløkka, so fühlt man sich wie in eine andere Stadt und eine andere Zeit versetzt. Kleine bunte Holzhäuschen die sich in den engen Gassen aneinanderschmiegen sind nun mal einfach nicht das, was man als erstes mit Oslo in Verbindung bringt. Und doch ist es ein Teil dieser Stadt!
Oslo ist für eine Großstadt sehr klein und grün. Die Stadt ist voller Parks und Grünanlagen. Besonders schön finde ich den St. Hanshaugen Park und die Grünanlagen rund um den Akerfluss.
Ebenso interessant ist der Oslo Fjord. Neben den Rundfahrten für Touristen gibt es die Möglichkeit den Fjord und die kleinen Inseln darin mit der Fähre zu erkunden. Gerade im Sommer zum Baden zieht es die Menschen magisch dort raus und es lohnt sich, sich diese Eilande mal näher zu betrachten.
Oslo bietet eine Vielzahl an Museen, die wirklich sehenswert sind. Es empfiehlt sich in der Stadt ein Oslo Ticket zu kaufen. Mit diesem Ticket kann man die öffentlichen Verkehrsmittel umsonst benutzten, frei Parken und hat freien Zutritt in die meisten Museen der Stadt.
Neben den "Standard Sehenswürdigkeiten" an denen kein Oslo Reisender vorbei kommt, gibt es auch noch viele Dinge in dieser Stadt, die man nicht auf einen Blick entdeckt. Diese habe ich in der Rubrik Oslo Insidertipps zusammengefasst. In dieser Rubrik sind auch sehr viele Links zu allen Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in Oslo aufgeführt, die einen Aufenthalt hier zu einem besonderen Erlebnis machen können.
Für alle die eine Unterkunft in Oslo suchen habe ich die Rubrik Quartiertipps für Oslo erstellt.
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Hurtigrute

Wer es lieber Maritim hat oder sich etwas besonderes gönnen will, sollte eine Schiffsreise mit der Hurtigrute buchen. Sie wird nicht umsonst als die schönste Seereise der Welt bezeichnet. Man kann ab Bergen die ganze Küste hoch, über das Nordkap hinweg bis nach Kirkenes mit den Postschiffen fahren. Die Schiffe haben heute mehr Kreuzfahrtcharakter und nichts mehr mit den alten Transportschiffen gemein (was viele Leute sehr schade finden) aber die Reise an sich ist unverändert und die grandiose Natur, durch die man da reist, wird man wohl nie wieder vergessen. Und auch, wenn die Hurtigrute im Sommer Hauptsaison hat, so ist auch das eine Reise, die sich wirklich das ganze Jahr hindurch lohnt und meiner Meinung nach gerade im Winter einen besonderen Reiz hat. Im Sommer sind die Schiffe meist sehr voll und sind leider zu dem geworden, was wohl dem Wort Massentourismus am nächsten kommt. In den Sommermontaten sind die Schiffe voll ausgebucht und die überwiegende Klientel sind Reisegruppen aus aller Welt, mit sehr vielen ältere Reisenden und viele Touristen aus Übersee... Wenn man hingegen in den Nebensaisonzeiten reist kann man noch eher ein Stückchen des alten Hurtigruten Flairs erahnen. Besonders im Winter sind die Schiffe ziemlich leer und es herrscht eine ganz besondere Stimmung an Bord, während die Schiffe durch die unwirkliche Kulisse der Polarnacht gleiten. Als Negativpunkt muss ich jedoch an dieser Stelle fairereweise erwähnen, dass die Überfahrten im Sommer in der Regel auf recht ruhiger See stattfinden, wobei man im Winter schon auch mal mit Sturm rechnen muss.
Informationen über diese Reise findet man im Internet unter externer LinkHurtigruten
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das kleine 1 x 1

Zu Gast in einem anderen Land zu sein heißt immer das Andersartige zu respektieren. In diesem Sinne sollten Urlauber wie Geschäftsreisende Menschen anderer Länder und Nationalität begegnen. Und bedenken sollte man auch dies: das Verhalten eines Touristen im Ausland prägt das Image seiner Landsleute. Natürlich kann niemand auf Anhieb alle Umgangsformen seines Gastlandes kennen, über die größten Unterschiede sollte man sich jedoch vorab informieren. Besonders wichtig sind die Tabus. Dort wo wir zu Gast sind, sollten wir sie akzeptieren, achten und uns so weit wie möglich anpassen. Sie zu übernehmen, wird von niemand erwartet.
Der Norweger ist im allgemeinen sehr freundlich und hilfsbereit, auch Fremden gegenüber. Im Gegenzug erwartet er das auch von seinen Mitmenschen. Es gibt ein paar besondere Höflichkeitsregeln, die speziell für Norwegen sind und auf die ich an dieser Stelle gern eingehen möchte.
In Norwegen bedankt man sich gern und oft. Danke heißt auf norwegisch "takk" und vielen Dank heißt "tusen takk". Diese kleinen Wörter kann man immer und überall anwenden und besser einmal zuviel wie zu wenig.
Wenn man bei Norwegern zuhause zum Essen eingeladen war bedankt man sich nach dem Essen mit "takk for maten". Wenn man einen Norweger wieder trifft, egal ob nach ein paar Tagen oder ein paar Jahren sagt man "takk for sist"
Das sind ein paar kleine Worte, die man sich leicht merken kann und auch anwenden kann wenn man eigentlich kein norwegisch spricht.
Die Norweger erwarten oder verlangen auch nicht, das ein Reisender ihre Sprache spricht. Man kommt mit Englisch problemlos durch das Land und oft wird auch deutsch verstanden und gesprochen.
Im persönlichen Kontakt sind Norweger zurückhaltend. In der Öffentlichkeit zu gestikulieren oder laut zu sein gilt als unpassend.
Etwas, das ein in Richtung Tabu Thema gehen kann ist die Sache mit dem Walfang. Die Norweger haben da aufgrund ihrer Geschichte und ihrer Tradition eine völlig andere Einstellung zu diesem Thema wie Festlandseuropäer und diese sollte man, auch wenn man sie vielleicht nicht teilt, dennoch als Gast akzeptieren.
Touristen sind den Norwegern willkommen. Norweger sind zumeist stolz auf ihr schönes Land und zeigen es gerne. Jedoch gibt es auch Dinge die nicht so gern gesehen sind.
Es gibt Anglertouristen die mit großen Gefriertruhen anreisen und am Ende des Urlaubs mit Bergen von Fisch nach Hause reisen. Diese "Kühltruhentouristen" haben nicht gerade den besten Ruf.
Ebenso auch die "Konserventouristen", die ihren gesammten Lebensmittelbedarf für 3 Wochen Norwegen mitbringen. Davon abgesehen, dass es nicht besonders verlockend ist, den ganzen Urlaub über Dosenravioli zu speisen, ist es auch wirklich nicht notwedig, sich Lebensmittel mitzubringen, da diese in norwegischen Supermärkten durchaus erschwinglich sind.
Dann gibt es immer wieder Leute, die meinen als Touristen an den Mautstationen einfach durchfahren zu können. Jedoch fällt das zum einen sehr negativ auf (und wird oft auch an Stellen gesehen und registiert wo man meint, da sieht es gerade keiner) und zum anderen kann man damit rechnen einen Brief mit einer Zahlungsaufforderung zu bekommen als Urlaubssouvenir. Es ist zwar richtig, Norwegen ist nicht in der EU und die EU hat kein Rechtshilfe Abkommen mit Norwegen ABER das heisst nicht das keine Forderungen eingetrieben werden können. Es ist nur so, das so Kleinigkeiten wie falsch Parken oder sich durch die Mautstation mogeln so kleine Beträge sind, das, der Behördenaufwand diese einzutreiben in keiner Relation zum Aufwand stehen würde.
Was jedoch Fakt ist, ist dass das Kennzeichen mit dem die Ordnungswidrigkeit begangen wurde an diversen Stellen registriert wird. Wenn man also nie wieder mit diesem Kfz nach Norwegen reisen wird, kann man z.B falsch Parken und das Knöllchen ignorieren ohne das voraussichtlich was passiert. Wenn man jedoch mit dem Auto dann mal wieder in Norwegen ist, kann es dann wirklich passieren, dass man dann abgegriffen wird. Wegen einmal 20 Kronen nicht bezahlter Maut ist die Wahrscheinlichkeit dafür gering, aber mit mehreren solch "kleiner Sünden" kann man schon davon ausgehen, dass da dann die Chance genutzt wird, erst Recht, wenn es sich um eine größere Sünde wie zum Beispiel eine Geschwindigkeitsübertretung handelt.
Die Zöllner stehen nicht zum Spass da an den Grenzstationen und auch, wenn man dort durchgewunken wird ohne das einem größere Beachtung geschenkt wird, so werden die einreisenden Fahrzeuge und deren Kennzeichen sehr wohl alle von den Kameras erfasst und die Rechner in den Zollstuben tun dann ihren Teil der Arbeit. So kann es sein, das man einige Kilometer nach der Einreise von der Polizei gestoppt wird. Wenn man mit der Fähre anreist, so werden bei der Abfahrt von der Reederei alle Namen und Kennzeichen an den Zoll weiter gesandt und da kann das böse Erwachen schon unmittelbar nach Verlassen der Fähre erfahren.
Wer Alkohol nach Norwegen einführen möchte, muss sich an folgende Einfuhrbeschränkungen halten:
Zollfreie Einfuhr: 2 l Bier, 1 l Spirituosen (bis 60 %) und 1 l Wein etc. (bis 22 %) ODER: 2 l Bier und 2 l Wein (aber keine Spirituosen) sowie 200 Zigaretten oder 200 Zigarettenpapiere und 250 g Tabak. Über die zollfreie Quote hinaus dürfen 4 l Spirituosen/Wein und 10 l Bier mitgeführt werden. Achtung! Man muss mind. 20 Jahre sein, um Spirituosen, und mind. 18 Jahre sein, um Wein, Bier, Zigaretten oder Tabak einführen zu dürfen.
Sehr hartnäckig hält sich auch die Annahme, dass es nichts Besseres gibt als norwegischen Gastgebern eine Flasche Alkohol mitzubringen. Es ist wohl richtig, dass sich viele Norweger über einen guten Tropfen freuen, aber pauschal würde ich auf dem Gebiet zur Vorsicht raten.
Auch in Norwegen gibt es Antialkoholiker, lehnen Menschen Alkohol aus religiösen Gründen ab (das ist besonders im südwestlichen Teil Norwegens recht verbreitet) oder sie fassen es als Beleidigung auf, immer als alkbedürftiger Norweger gesehen zu werden. Wenn man einem Norweger als Gastgeschenk Alkohol mitbringt, so sollte man sich sicher sein, dass man sich damit nicht ins Fettnäpfchen setzt und wenn, dann auch nicht mit einer Flasche billgem Fusel, sondern mit einem guten Tropfen dastehen. Glaubt mir, auch die Norweger kennen den Unterschied. Im Zweifelsfall würde ich von Alkohol als Mitbringsel abraten.
Aufgrund der hohen Alkoholpreise taucht immer wieder die Frage auf, was passiert, wenn man erwischt wird? Und besteht überhaupt die Gefahr, dass man erwischt wird? So streng sieht das doch bei der Einreise alles gar nicht aus, oder?
Zum einen muss man immer darauf gefasst sein, das man kontrolliert werden kann. Die Leute vom Zoll haben auch ihre Hausaufgaben gemacht und stehen nicht nur da um die Leute durchzuwinken. In der Regel kennen die ihre Pappenheimer und wenn man in den Zollstatistiken sieht wie viel Alkohol regelmässig beschlagnahmt wird, sieht man, dass Schmuggel sich nicht lohnt.
Alles, was man über die erlaubten max. Mengen dabei hat, muss man bezahlen und das ist nicht billig. Darüber hinaus wird alles, was über der max. Menge liegt beschlagnahmt. Ebenso wenig ist man gegen Kontrollen gefeit, wenn man auf dem Landweg einreist, denn auch dort wird kontrolliert und die Konsequenzen können schwerwiegender sein, wie man das im ersten Moment glaubt. Schnuggeln gilt nicht als Kavaliersdelikt sondern ist eine Straftat.
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